
Synthesegebäude Boehringer Ingelheim
Pharmaproduktion
Das Gebäude Synthese A ist das Herzstück der Pharmaproduktion von Boehringer Ingelheim: Rund um die Uhr entstehen hier Wirkstoffe für einige der wichtigsten Medikamente des Unternehmens. Das Hochhaus aus den 1960er Jahren vereint auf sieben oberirdischen Geschossen Produktionsanlagen, Technik und Büros – entsprechend komplex waren die Bedingungen für die Sanierung.
Projekt
Synthesebetrieb
Standort
Ingelheim
Bauherr
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Laufende Prozesse und baulicher Eingriff
Aufgabe war es, die Gebäudehülle mit einer gedämmten, vorgehängten Metallfassade und neuen Fenstern mit Sonnenschutzverglasung energetisch zu sanieren. Die Herausforderung: Bauen im laufenden Betrieb, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Während außen gebaut wurde, liefen die Syntheseprozesse in neun Produktionsstraßen ohne Unterbrechung weiter.
Technische Komplexität und Zugänglichkeit
Die Fassadensanierung selbst war technisch anspruchsvoll. Entlang der Außenwände verläuft ein dichter technischer Anlagenbestand, der durchgehend in Betrieb blieb. Dies erforderte eine präzise Bestandsplanung auf Basis eines 3D-Laserscans: Gerüste und Fassadenanschlüsse wurden um die Rohrleitungs- und Anlagenführung herum geplant. Kurzfristige Umbauten am Gerüst gehörten zum Alltag – ohne die laufenden Prozesse zu beeinträchtigen.
Kooperative Planung und Flexibilität
Entscheidend war deshalb eine enge Schnittstellenkoordination mit dem Team von Boehringer Ingelheim, der Prozess- und Gebäudetechnik sowie dem Anlagenbau. Eine Bauablaufplanung in mehreren Abschnitten stellte sicher, dass jeder Eingriff mit der Produktion vereinbar blieb. Hier war auf beiden Seiten nicht nur fachliches Know-how, sondern auch Kreativität gefragt.










»Unser erstes Hochhaus! Manchmal fragen wir uns, ob es in Deutschland eine kompliziertere Fassade gibt. Wir haben unter Leitungen, an Leitungen vorbei und um Leitungen herum gebaut. Und das, während die Produktion die ganze Zeit weiterlief.«
Domenico Sgró
Architekt und Geschäftsführer